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Peter
Tiboris
Generaldirektor und künstlerischer Leiter
Peter
Tiboris, Generaldirektor und künstlerischer Leiter von
MidAmerica Productions, hat eine bemerkenswert vielseitige
Laufbahn beschritten: er ist sowohl Dirigent als auch Schöpfer
innovativer musikalischer Unternehmen.
Tiboris’ New Yorker Debut als Dirigent fand im Jänner
1984 mit dem American Symphony Orchestra im Lincoln Center
statt; sein Debut in Europa im Juni 1985 in Dubrovnik. Er
hat an die 250 Konzertaufführungen dirigiert, nicht nur
in New York (in der Carnegie Hall mit dem American Symphony
Orchestra und mit seinem eigenen Manhattan Philharmonic) sondern
auch in Städten wie Washington, Montréal (Société
Philharmonique), Mexico City (Sinfonica del Estado de Mexico),
London (Royal Philharmonic, Philharmonia), Rom (Rome Philharmonic),
Palermo (Orchestra Sinfonica Siciliana di Palermo), Hannover
(Niedersächsisches Orchester), Prag (Virtuosi di Praga),
Warschau (Warsaw Philharmonic), Sofia (Sofia Opera Orchestra),
Istanbul (Millî Reasürans Chamber Orchestra), St.
Petersburg (Glinka Capelle Philharmonic), Moskau (Radio and
Television Orchestra of Moscow), sowie in der Tschechischen
Republik, in Polen (Schlesische Philharmonie in Kattowitz,
Poznan Philharmonic), Portugal (Orquesta Classica da Madeira,
Orquestra Camara de Cascais e Oeiras), Italien (Vincenzo Bellini
Symphony Orchestra of Catania, Orchestra Sinfonica della Magna
Grecia in Tarent, Orchestra Sinfonica Citta di Grossetto,
Firenze Opera Orchestra) und in Wien. Seine Aufführungen
wurden von der Kritik überall sehr positiv aufgenommen,
die New York Times beschrieb sie als „spritzig und präzise“,
„ kraftvoll, von konzentrierter Wachheit und energiegeladen“.
Tiboris’
Repertoire umfasst bis jetzt mehr als 150 Orchester-, Chor-
und Opernwerke. Darunter befinden sich Welturaufführungen
(Constantinides, Magarshak), Erstaufführungen in den
USA (Taneyev, Tschaikowsky, Theodorakis) sowie Erstaufführungen
in New York (Beethoven, Bruckner, Dello Joio, Dohnanyi, Effinger,
Glass, Mascagni, Rossini, Schnittke, Schubert, Tschaikowsky,
Verdi). Er ist einer der wenigen Dirigenten, der Mahlers „Retuschen“
der Symphonien Beethovens erforscht hat. Sehr großen
Erfolg hat er mit konzertanten Aufführungen selten gespielter
Opern wie Mascagnis „Silvano“, Rossinis „Ermione“
und Theodorakis „Elektra“ in der Carnegie Hall.
Bei den Aufführungen von Cherubinis „Medea“
und Taneyevs „Agamemnon“ wurde der musikalisch
Teil mit Abschnitten vermischt, die von hervorragenden Schauspielern
gesprochen wurden (darunter Olympia Dukakis und Louis Zorich).
Bei all diesen Wagnissen wurden dem New Yorker Publikum aufregende
junge Sänger aus den USA und aus dem Ausland vorgestellt.
Über seine Konzertarbeit hinaus hat Tiboris viele seiner
Interpretationen eingespielt, zwölf davon bei den Labels
Bridge, Albany und Elysium (vier Symphonien und zwei Ouvertüren
von Beethoven, zwei Symphonien von Mozart, eine Schubert-Symphonie,
sowie die „Retuschen“ von Mahler).
Zusätzlich
zu seinen weitgespannten Aktivitäten am Podium ist Tiboris
zu einem der wichtigsten musikalischen Unternehmer geworden.
1984 gründete er MidAmerica Productions. Diese Firma
entwickelte sich zum größten unabhängigen
Unternehmen für Musikproduktionen in New York. Über
sie hatten Tausende von Musikern – professionelle und
Amateure, Sänger, Chöre, Ensembles und Dirigenten
– die Möglichkeit, auf den besten New Yorker Bühnen
aufzutreten.
Unter
dem Dach von MidAmerica hat Tiboris weitere Unternehmen gegründet:
das Aufnahmelabel Elysium (das seine eigenen Aufführungen
und die anderer Künstler veröffentlicht), das Manhattan
Philharmonic Orchestra, das Elysium Chamber Ensemble und Just
Tenors, Inc., eine Managementagentur für Sänger.
Als
ein Griechisch-Amerikaner der zweiten Generation schätzt
Tiboris besonders seine Arbeit mit griechischen Musikern,
die er nach New York gebracht hat und mit denen er im Ausland
arbeitet. 1998 gründete er ein Musikfestival, zunächst
auf der Insel Mykonos, das später zum Festival of the
Aegean wurde. 2000 kreierte er Opera Aegean, das ursprünglich
als Ausbildungs- und Tourneeunternehmen in Athen beheimatet
war. Seit damals bietet Opera Aegean ein Sommerfestival auf
der Insel Syros an, das Opern, Theater und Konzerte zur Aufführung
bringt. 2005 wurde Rossinis „Barbier von Sevilla“
und im Sommer 2006 Mozarts „Don Giovanni“ aufgeführt.
2006 gab es vier Konzerte, und für 2007 sind elf geplant,
darunter Mascagnis Opern „Zanetto“ und „Cavalleria
Rusticana“.
Tiboris
erwarb den akademischen Grad Bachelor und Master an der University
of Wisconsin-Madison und das Doktorat an der University of
Illinois in Urbana-Champaign.
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